Einfrierverhalten

Aufgrund der geringen Bautiefe und der guten axialen Temperaturleitfähigkeit frieren rotorsysteme bei mitteleuropäischem Klimaverhältnissen und normalen Betriebsbedingungen nicht ein.

Einfriergefahr besteht beim Einsatz in Ländern mit Außentemperaturen unter minus 25°C.

Bei längerem Betrieb bei derartig tiefen Außentemperaturen kann sich innerhalb der Rotorspeichermassenkanäle eine Eisschicht bilden. Diese Eisschicht führt zum Ansteigen der luftseitigen Druckverluste.

Es stehen jedoch auch bei derartigen Einsatzbedingungen Lösungen zur Verfügung, um einen störungsfreien Betrieb der rotorsysteme sicherzustellen.

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Als Faustregel unter der Voraussetzung gleicher Luftvolumenströme gilt:

Wenn t = (t11+t21) / 2 = 0°C besteht keine Einfriergefahr.

Lösung 1:

Anschluß eines Differenzdruckpressostaten an das rotortronic Regelantriebssystem.
Zum Abtauen der Eisschicht wird der Rotor kurzzeitig mit geringer Drehzahl betrieben, bis der normale
Druckverlust wieder erreicht ist.

Lösung 2:

Eine weitere Möglichkeit ist die kurzzeitige Verringerung des Außenluftstromes der über den Rotor geführt wird. Bei Druckanstieg wird ein Außenluft - Teilluftstrom am Rotorvorbeigefahren, bis der Druckverlust wieder auf den Normalwert abgefallen ist.

Lösung 3:

Zeitweise Beimischung von Umluft in die Außenluft vor dem Rotor auf der Außenluftseite.

Lösung 4:

Sondergerät mit Ringkammerbeheizung für besonders extreme Bedingungen. (siehe Abbildung rechts)

Ergebnis:

In Skandinavien und Osteuropa werden rotorsysteme mit den oben genannten Verfahren zuverlässig bei Außentemperaturen bis zu -50°C betrieben. Bitte rufen Sie uns an. Wir beraten sie ausführlich über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

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